Übung in Seveso-Betrieb

Am 19. September fand in einem Ortsansässigen Seveso-Betrieb eine großangelegte Übung statt.

Ein Flurförderfahrzeug verunfallte, verlor im Zuge dessen ein Bündel Acetylengasflaschen wobei eine mechanische Verformung stattgefunden hat, wodurch das darin befindliche Material zu reagieren begann. Um ein Bersten der Flaschen zu vermeiden mussten die Flaschen umfassend gekühlt werden. Der Einsatzbereich wurde in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt. Insgesamt wurden 4 verletzte Personen unter Atemschutz aus dem Gefahrenbereich gerettet und dem Roten Kreuz übergeben 

Parallel dazu wurde der verletzte Gabelstaplerfahrer aus dem Gefahrenbereich gerettet. I

In weiterer Folge wurden die Flaschen durch Spezialeinheiten der Polizei fiktiv aufgeschossen um den Druckanstieg im Inneren der Flasche zu reduzieren um ein Bersten zu verhindern.

 

Info Seveso-Betrieb:

Als Seveso-Betriebe bezeichnet man Betriebe, in denen gefährliche Stoffe oberhalb von gewissen, stoffabhängigen Mengenschwellen vorhanden sein können.

Das Sevesounglück war ein Chemieunfall, der sich am Samstag, 10. Juli 1976, in der chemischen Fabrik Icmesa im italienischen Meda, 20 Kilometer nördlich von Mailand, ereignete. Icmesa war ein Tochterunternehmen von Givaudan, das wiederum eine Tochter von Roche war. Das Betriebsgelände berührte das Gebiet von vier Gemeinden, unter ihnen Seveso, das Namensgeber des Unglücks wurde. Dabei wurde eine unbekannte Menge[1] des hochgiftigen Dioxins TCDD freigesetzt, das umgangssprachlich auch Dioxin oder Sevesogift genannt wird. Das Unglück führte zusammen mit ähnlich gelagerten Unfällen zur heutigen Richtlinie 2012/18/EG (Seveso-III-Richtlinie).

Quelle: Wikipedia

 

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