Kurz vor Mitternacht des 13.05.2017 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwechat zu einem Brandverdacht in ein Mehrparteienhaus im Stadtgebiet von Schwechat alarmiert. 

Da bereits vor der Anfahrt mehrere Notrufe in der Alarmzentrale eingingen, wurde die Drehleiter der Freiwillige Feuerwehr Maria Lanzendorf zusätzlich alarmiert. Bei unserem Eintreffen erwartete uns bereits, vorbildlich ein Einweiser des betroffenen Hauses in der Zufahrtsstraße. Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde ein dicht verrauchtes Stiegenhaus und zahlreiche Bewohner an den Fenstern, welche auf sich aufmerksam gemacht haben, und vorerst in ihren Wohnungen verblieben sind, vorgefunden. 
Aufgrund der unklaren Lage und der Annahme, dass es sich um einen Kellerbrand handelt, wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Schwechat-Rannersdorf sowie ein Rettungswagen des Rotes Kreuz Schwechat alarmiert. 

Als Erstmaßnahme wurde ein Atemschutztrupp mit einer Löschleitung zur Menschenrettung im Stiegenhaus eingesetzt. Parallel wurden die Bewohner an den Fenstern angewiesen in den Wohnungen Ruhe zu bewahren und die Wohnungstüren verschlossen zu halten. Die Besatzung des ersteintreffenden Löschfahrzeuges stellte zeitgleich einen alternativen Rettungsweg mit einer zweiteiligen Schiebeleiter sicher und bereitete Belüftungsmaßnahmen mittels Belüftungsgerät vor. Nachdem der erste Atemschutztrupp die Suche nach Personen im Stiegenhaus abgeschlossen hatte, wurde ein Löschangriff in den Keller vorgenommen, wo bereits nach kurzer Zeit der Brandherd lokalisiert sowie mit der Brandbekämpfung begonnen wurde. 
Zeitgleich wurde eine Abluftöffnung im obersten Geschoß des Stiegenhauses geschaffen und die Belüftung eingeleitet. Aufgrund des geringen Brandausmaßes kam es sehr schnell zu einem Löscherfolg und es konnte "Brand aus" gegeben werden. 
Nachdem das Stiegenhaus rauchfrei war wurden sämtliche Wohnungen kontrolliert, die Bewohner konnten jetzt ihre Wohnungen verlassen. Sie sammelten sich im Hof und wurden zur Kontrolle dem Rettungsdienst übergeben. In einer Wohnung im 2. OG. wurde eine Verrauchung festgestellt und Belüftungsmaßnahmen vorgenommen. Sämtliche Kellerlager wurden auf Brandeinwirkung und der betroffene Bereich mittels Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert. 

Bevor wir uns bei allen eingesetzten Kräften für die rasche und professionelle Zusammenarbeit bedanken möchten, sieht man anhand dieses Einsatzes, wie schnell es trotz geringer Brandlast zu einer massiven Verrauchung und Wärmeentwicklung kommen kann.

 

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